Geplanter Ablauf:

13:30 Uhr:

Einlass & Registrierung


14:00 Uhr: Begrüßung & Impuls

IHK für München und Oberbayern


  • 14:10 Uhr: Digitale Souveränität: Ökonomische Herausforderung und politisches Gestaltungsziel

    Speaker:

     Dr. Esther Görnemann, Wissenschaftliche Referentin, Weizenbaum-Institut, Berlin


    Vortragsinhalt:

     • Einführung: Aktuelle Problemlage(n)

    • Überblick: Definition, Dimensionen, Akteure

    • Wege in die digitale Souveränität 



  • 14:30 Uhr: Was bedeutet digitale Souveränität für Unternehmen?

    Speaker:

    Carlo Zensus, Bitkom e.V.


    Vortragsinhalt:

     • Definition & aktueller Stand in Wirtschaft und Verwaltung

    • Ergebnisse der Bitkom-Studie „Digitale Souveränität 2025“

    • Einschätzung der zentralen Handlungsfelder



14:45 - 15:35 Uhr: Podiumsdiskussion

  • Sascha Ederer

    Titular Geschäftsführer Sales Support & Operations, Schwarz Digits Clouds

  • Andreas Pohl

    Leiter IT und Prozesse, Stadtsparkasse München

  • Carolin Stimmelmayr

    Abteilungsleiterin, Bayerisches Ministerium für Digitales

  • Moderation: Franziska Neuberger

    Referatsleiterin Digitalisierung & IKT, IHK für München und Oberbayern


15:35 Uhr: Vorstellung der folgenden vier Panels "Aus der Praxis für die Praxis"

Die Panels bestehen aus je drei Vorträgen von je 15 Minuten.


15:40 - 16:00 Uhr: Kaffeepause


16:00 - 16:45 Uhr: Erster Durchgang der Panels

  • Panel 1: Souveräne Softwarealternativen

    - Antworten auf typische Fragen vor dem Wechsel zu Linux

    Der Wechsel zu Linux wirft oft ganz grundlegende Fragen auf: Welche Rolle spielt das Betriebssystem überhaupt noch, wenn immer mehr Arbeit im Browser stattfindet? Wo glänzt Linux als stabile, kontrollierbare und flexible Plattform – und in welchen Szenarien sollte man davon absehen? Maximilian Arnold (Technischer Leiter QA & Installationen, TUXEDO Computers GmbH) beleuchtet typische Fragen aus Migrationsprojekten.


    - Open Source im Unternehmenseinsatz

    Die lern.link GmbH nutzt Open‑Source‑Technologien seit Jahren konsequent: Im Office‑Einsatz, in der Softwareentwicklung und in ihren Produkten wie der Lernplattform. Geschäftsführer Guido Hornig gibt einen praxisnahen Einblick, welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden: Wie lässt sich digitale Infrastruktur so gestalten, dass man unabhängig, flexibel und zukunftssicher bleibt? Welche Chancen bieten Open Source-Lösungen im E-Learning – und welche Herausforderungen gilt es bewusst zu gestalten?


    - Digitale Souveränität im Zahlungsverkehr - Wero als neue europäische Option

    Für Unternehmen im E-Commerce und Handel sind Zahlungsprozesse geschäftskritisch. Mit Wero gibt es eine neue europäische Option im Wettbewerb der Bezahlsysteme. Franz Manzinger (DZ BANK) ordnet ein und zeigt auf, welche Potenziale sich für Reichweite, Kundenbindung und strategische Unabhängigkeit ergeben.

  • Panel 2: Strategie und Angebot finden

    - Digitale Souveränität rechtlich eingeordnet - was Unternehmen wissen müssen

    Mirjam Lück (LL.M.) und Dr. Lukas Fleischer (beide Associate bei Baumgartner Baumann PartG mbB) zeigen anhand eines Fallbeispiels, was digitale Souveränität nach der DSGVO, Data Act, und NIS2 für mittelständische Unternehmen aus rechtlicher Perspektive bedeutet, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und welche Handlungsspielräume bestehen.


    - Abhängigkeit ist bequem – Souveränität ist strategisch.

    Cloud, SaaS und KI bringen Tempo und Effizienz, schaffen aber auch Abhängigkeiten von wenigen globalen Anbietern. Vollständige Unabhängigkeit ist unrealistisch, doch mehr Kontrolle, Resilienz und digitale Handlungsfähigkeit sind möglich. Der Arbeitskreis Digitale Souveränität im Unternehmernetzwerk commendIT zeigt, wo kritische IT-Abhängigkeiten bestehen, welche Risiken daraus entstehen und wie sich Software-Landschaften pragmatisch souveräner gestalten lassen – ohne Produktivitätsverlust. Eine kuratierte Toolliste liefert konkrete Alternativen und macht sichtbar: Digitale Souveränität heißt bewusste Gestaltung von Abhängigkeiten.

     

    - Souveränitätscheck der Landeshauptstadt München

    Das IT Referat der Landeshauptstadt München hat mit wissenschaftlicher Begleitung durch die TU München in den vergangenen Monaten einen systematischen Souveränitätscheck entwickelt – eine neue Methodik, um digitale Abhängigkeiten, Gestaltungsspielräume und strategische Handlungsfelder im eigenen Serviceportfolio sichtbar zu machen. Jutta Krey, Leitung Strategy & Evaluation im IT Referat, stellt die Definition, das Vorgehen und die wichtigsten Erkenntnisse aus der Anwendung des Souveränitätschecks auf das Leistungsportfolio vor – und zeigt, welche Konsequenzen sich daraus für die zukünftige strategische Ausrichtung ergeben.

  • Panel 3: Datensouveränität, Sicherheit & Cloud

    - Daten-Souveränität in der Praxis

    Digitale Souveränität beginnt mit Datenkontrolle – und hat direkte Auswirkungen auf Sicherheit, Innovation und strategische Entscheidungen. Kai Rehnelt (Geschäftsführer, SECLOUS GmbH) beleuchtet praxisnah, warum Datensouveränität heute so entscheidend ist, und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sie umgesetzt werden kann: von Lagebildern zu innerer und äußerer Sicherheit über kontrollierte Nutzung von KI- und LLM-Anwendungen bis hin zu ihrer Rolle für die Energiewende.


    - Souveräne Cloud-Lösungen für den modernen Arbeitsplatz mit KI

    Wie können Unternehmen ihre Arbeitsprozesse souverän gestalten, ohne eigene Hardware zu betreiben, und dabei vollständig DSGVO-konform und sicher zu sein? Maja von Bomhard, Business Development Manager KI & Collaboration bei der SpaceNet AG, zeigt in einem Blick hinter die Kulissen, wie das in der Praxis funktionieren kann.


    - Digitale Souveränität beginnt mit Cybersicherheit: Wie Unternehmen Kontrolle zurückgewinnen 

    Digitale Souveränität beginnt mit Cybersicherheit – denn nur wer seine digitalen Ressourcen zuverlässig schützt, kann technologische Entscheidungen wirklich selbstbestimmt treffen. Florian Hansemann (Geschäftsführer HanseSecure GmbH) zeigt anhand praktischer Beispiele, wie Unternehmen durch klare Sicherheitsarchitekturen, robuste Prozesse und bewusste Technologieauswahl ihre Kontrolle Stück für Stück zurückgewinnen.

  • Panel 4: Souveräne KI

    - Wettbewerbsvorteil durch datenschutzkonforme und souveräne KI-Infrastruktur

    Wie macht man das Chaos aus PDFs, E-Mails und Netzlaufwerken nutzbar, ohne Firmendaten an externe KI-Anbieter weiterzugeben? Dieser Vortrag zeigt den sicheren Weg für KMUs auf, indem die KI-Modelle zu den Daten in die eigene Infrastruktur oder in eine sichere EU-Cloud kommen. Erfahren Sie von Sarah Gottwald (COO deAI-Labs) , wie internes Expertenwissen strukturiert, Prozesse automatisiert und Arbeitszeit eingespart wird – bei voller Kontrolle über Ihre Geschäftsgeheimnisse.


    - Souveräner Einsatz von KI im Rechenzentrum

    Wie kann digitale Souveränität gewährleistet werden, wenn sensible Daten verarbeitet, KI Modelle eingesetzt und moderne Anwendungen betrieben werden sollen? Murat Turgut (Director Sales, NorthC Deutschland GmbH) zeigt, wie Organisationen durch die bewusste Wahl eines souveränen Rechenzentrums und geeigneter Betriebsmodelle für KI Infrastrukturen die volle Kontrolle über Daten, Zugriffe und Betriebsumgebungen behalten.


    - Souveräne KI-Sprachmodelle aus Deutschland - DSgenAI und SOOFI

    Joel Schlotthauer (Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen) beleuchtet zwei für die europäische KI-Souveränität zentrale Entwicklungsrichtungen: leichtgewichtige, lokal lauffähige Sprachmodelle am Beispiel von ELMOD, einem kompakten 2,7 Milliarden Parameter Modell aus dem Projekt DSgenAI, das auf einem eigens kuratierten deutschen Datensatz trainiert wurde und speziell für den Betrieb direkt auf mobilen und Edge-Geräten ausgelegt ist. Dazu kommt SOOFI, ein neues 100 Milliarden Parameter Projekt führender deutscher Forschungseinrichtungen, das ein offenes, EU AI Act konformes Basis- und Reasoning Modell auf vollständig europäischer Infrastruktur entwickelt. Gemeinsam spannen beide Projekte den Bogen von kleinen, lokal lauffähigen bis hin zu großen, offenen Sprachmodellen und zeigen, wie leistungsfähige KI „Made in Germany“ digitale Unabhängigkeit stärkt.


16:45 - 16:50 Uhr: Zeit für Raumwechsel


16:50 - 17:35 Uhr: Zweiter Durchgang der Panels


17:35 - 17:40 Uhr: Zeit für Raumwechsel


  • 17:40 - 17:55 Uhr: Impulsvortrag Dr. Laura Dornheim, Chief Digital Officer (CDO) der Landeshauptstadt München

    In ihrem Impuls macht Dr. Laura Dornheim, Chief Digital Officer (CDO) der Landeshauptstadt München, deutlich, warum digitale Souveränität für Städte zur Schlüsselfähigkeit wird – und wie München das macht. Ihr Beitrag gibt einen Ausblick darauf, welche Schritte für eine souveräne digitale Verwaltung entscheidend sind. Damit liefert sie einen motivierenden Abschluss, der Mut macht, den Wandel aktiv mitzugestalten.


18:00 Uhr: Get Together


19:00 Uhr: Ende der Veranstaltung





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